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Gewusst wie!

Messerkunde

Hier finden Sie Informationen rund um die Materialien, Herstellung, und Pflege Ihrer Messer. Wir sind stets bemüht, unseren kleinen Ausflug in die Messerbaukunde zu aktualisieren und zu erweitern.


Fertigung

Wir unterscheiden bei der Messerfertigung grundsätzlich zwischen:
Vollintegralen, integralen und halbintegralen Messern. 

Integral bedeutet, das Messer ist aus einem Stück gefertigt. Die durchgehende Klinge und die Backen werden aus einem Stück geschmiedet oder gefräst und sind dadurch sehr robust. Weiters gibt es noch halbintegrale und vollintegrale Messer. Halbintegral sind Messer, die vorne als Fingerschutz eine Backe haben. Vollintegrale Messer haben vorne und auch hinten als Abschluss eine Backe.

Griffmaterial

Bei uns gibt es eine Vielfalt an Messergriffmaterialien. Griffmaterialien teilen wir grundsätzlich in zwei Hauptgruppen und zwei Untergruppen:

Die Hauptgruppen sind:
1. Naturmaterialien wie Holz, Knochen, Fossilien, Horn ...
2. Künstliche Materialien wie PVC, Epoxy, Kunstfaser (Carbongriff) ...

Die Untergruppen sind:
1. stabilisiert
2. nicht stabilisiert.

Durch das Stabilisieren wird ein weiches oder poröses Stück Holz, Knochen oder Ähnliches so verändert, dass es danach bearbeitbar ist. Man kann fast alle natürlichen Materialien stabilisieren und dadurch robuster und unempfindlicher machen.


Es gibt:
• stabilisierte Hölzer wie z.B.: 7000 Jahre alte Mooreiche, Maserbirke, Schwemmholz, Palmenholz 
• stabilisierte Knochen wie z.B. von: Mammut, Wollnashorn, Urhirsch, Kamel und Zebra
• stabilisierte Fossilien wie z.B.: Koralle, Mammutbackenzahn und Sandstein

Den Möglichkeiten und der Kreativität sind beim Griffmaterial keine Grenzen gesetzt.

Wie wäre ein Jagdmesser mit Horn aus dem von Ihnen erlegten Hirsch oder ein Küchenmesser aus dem Baum, der in Ihrem Garten steht?

Messerstähle

Es gibt eine riesige Auswahl an Messerstählen. Doch wenn man weiß, wofür man das Messer seiner Wahl benützen will, wird einem die Entscheidung um einiges leichter fallen.

Messerstähle teilt man grundsätzlich in zwei Gruppen ein:
Nicht rostende und rostende Stähle.

Nicht rostende Stähle haben den großen Vorteil, dass sie pflegeleicht und gegenüber Luft, Wasser und Säuren sehr beständig sind. Sie haben Legierungen wie z.B. Chrom, Vanadium, Nickel, Wolfram u.v.m .

Der Chromgehalt muss über 10,5% liegen, dann spricht man von rostfreien Messerstahl. Der richtige Ausdruck wäre eigentlich korrosionsbeständig oder rostträge, denn auch ein sogenanntes rostfreies Messer muss gepflegt werden.

Messer aus nicht rostenden Stählen sind schwieriger nachzuschleifen und halten die Schneide nicht so lange wie rostende Messerstähle. Der Grund dafür ist, dass die Legierungen beim Härten eine Verbindung mit dem Kohlenstoff eingehen und diese an sehr dünnen Stellen (der Messerschneide) dann ausbrechen.

Rostende Stähle sind wie der Name schon sagt nicht resistent gegen Luft, Wasser und Säuren. Das heißt, wenn Sie ein Küchenmesser, das aus rostenden Stahl besteht, nass oder verschmutzt liegen lassen, dürfen Sie sich nicht wundern, dass es sich nach einiger Zeit verfärbt oder sogar zum Rosten beginnt.

Wenn das Messer längere Zeit in solchem Zustand liegen bleibt, kann es einen enormen Schaden erleiden. Es gilt grundsätzlich: Ein Qualitätsmesser - ob rostend oder nicht rostend - sollte mit kalten oder lauwarmen Wasser abgespült und trocken aufbewahrt werden. Messer aus rostenden Stählen vertragen sogar ein paar Tropfen Öl. Der Vorteil von Messer aus rostenden Stählen ist, das sie leichter nachzuschleifen und schneidhaltiger sind.